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Disponent-Jobs: Berufsbild, Aufgaben & Gehalt

Disponenten/innen gehören zu den Organisationsprofis unter den Angestellten eines Betriebes und sind deshalb elementar für die erfolgreiche Arbeit innerhalb eines Unternehmens. Wo immer es darum geht, Abläufe zu organisieren und zu planen, sind Disponenten/innen anzutreffen. Diese wichtige Aufgabe sorgt dafür, dass die Berufswelt auch in absehbarer Zukunft nicht auf Disponenten/innen verzichten kann.

Eine Tätigkeit in diesem Beruf ist also eine Überlegung, die du auf jeden Fall für deine Karriereplanung in Betracht ziehen solltest. Im weiteren Verlauf dieses Beitrages erfährst du Genaueres über die möglichen Tätigkeitsfelder des Jobs sowie die Voraussetzungen, die du mitbringen musst, um in dem Beruf durchzustarten. Außerdem gibt dir die Übersicht einen Einblick in die Verdienstmöglichkeiten, die du als Disponent/in erwarten kannst.

Welche Aufgaben übernimmt ein/eine Disponent/in?

Die Aufgabengebiete des/der Disponenten/in sind vielfältig und lassen sich nur schwer eingrenzen. Die Branche übt einen wesentlichen Einfluss darauf auf, wie genau der Arbeitsalltag des/der Disponenten/in aussieht. Entsprechend der speziellen Tätigkeiten, die jedes Unternehmen zu bewältigen hat, variieren auch die Anforderungen an den/die Disponenten/in. Klar ist allerdings, dass kaum ein Unternehmen ohne die Organisationstalente auskommt.

In der IT-Branche sind sie ebenso anzutreffen wie in einem Speditionsunternehmen. Große Ketten im Lebensmittelbereich sind ohne gute Planung und Vorbereitung ebenfalls nicht wettbewerbsfähig. Auch in jedem anderen Gebiet, in dem es darum geht, Waren zu transportieren und Prozesse zu optimieren, kommen Disponenten/innen zum Einsatz. Des Weiteren sorgen Disponenten/innen in manchen Unternehmen auch für eine gelungene Personalstruktur, indem sie beispielsweise die richtigen Kandidaten/innen für ihren Betrieb auswählen. Der/Die Disponent/in hat ein Gespür dafür, welche Kriterien ein/e Bewerber/in mitbringen muss, um das Unternehmen ideal zu ergänzen.

Wie du siehst, sind den Tätigkeitsbereichen des Berufs keine Grenzen gesetzt. Bei aller Vielfältigkeit lassen sich dennoch einige Kernkompetenzen herausarbeiten. Dazu zählen unter anderem:

  • die Zuteilung von Waren und Ressourcen>
  • die Organisation von Kundenaufträgen
  • die Dokumentation und Auswertung von Daten
  • die Kontrolle der Produktqualität

Wie daran zu erkennen ist, sind alle wesentlichen Punkte für eine erfolgreiche Unternehmensführung vertreten. Ohne den/die Disponenten/in lässt sich ein Betrieb nicht aufrechterhalten und würde regelrecht im Chaos versinken. Die gesamte Produktion bekommt mit dem/r richtigen Disponenten/in erst den letzten wichtigen Baustein in der Unternehmensstruktur.

Wie wird man Disponent/in?

Der Weg zum Beruf des/der Disponenten/in ist nicht klar vorgezeichnet. Eine spezielle Grundausbildung, wie bei anderen Berufen gibt es zwar nicht, allerdings grenzen die geforderten Fähigkeiten die Menge an Kandidaten ein. Dies geschieht nicht nur durch die formalen Voraussetzungen, die Unternehmen an ihre Bewerber stellen, sondern auch durch die Soft Skills, die ein/e angehende/r Disponent/in mitbringen sollte.

Formale Anforderungen

Auf formaler Ebene ist eine erfolgreich absolvierte kaufmännische Ausbildung meist der erste Schritt, den du gehen solltest, wenn du dich für den Beruf interessierst. Willst du auch später eher in der Lebensmittelbranche, zum Beispiel einer Supermarktkette arbeiten, empfiehlt sich eine Ausbildung zum Einzel- oder Großhandelskaufmann/Großhandelskauffrau. Strebst du eher eine Karriere im Personalwesen an, wäre die Ausbildung zum/r Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement oder zum Industriekaufmann/Industriekauffrau ein guter erster Schritt.

Grundsätzlich führen aber viele Wege in den Job. Wer eher einen akademischen Weg bevorzugt, kann auch über ein Studium im betriebswirtschaftlichen Bereich den Einstieg in den Beruf finden. Weiterbildungsmaßnahmen bereiten dich im Anschluss spezifisch auf die Aufgaben vor, die im Betrieb anfallen. Achte daher auch auf die Stellenangebote, die du bei Jobblitz findest. In diesen wird meist angegeben, welche genauen formalen Anforderungen erfüllt sein müssen.

Soft Skills

Im Bereich der Soft Skills erfordert die Ausübung des Jobs einiges. Das hohe Maß an Verantwortung darf nicht unterschätzt werden, weshalb nur wirklich zuverlässige Personen für den Beruf in Frage kommen. Weiterhin steht eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund, muss doch täglich mit der Kundschaft über die genauen Abläufe gesprochen werden. Entsprechend lohnt sich Vielsprachigkeit in diesem Zusammenhang, um auch internationalen Ansprüchen gerecht zu werden. Ein mathematisches Verständnis sollte ebenfalls selbstverständlich sein, da während der Ausübung des Jobs viel mit Zahlen jongliert wird. Wer darüber hinaus auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann und stets eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten bieten kann, ist wie gemacht für den Beruf des/der Disponenten/in.

Was verdient man als Disponent/in?

Eine Frage, die bei jedem Beruf im Raum steht, ist die nach den Verdienstmöglichkeiten. Hier gilt, wie auch schon bei den Aufgabengebieten, dass das Gehalt stark von der Branche abhängt. Je länger der Beruf ausgeübt wird, desto höher ist in der Regel auch das Einkommen des/der Disponenten/in. Aussagen über den Verdienst sind deshalb mit Vorsicht zu genießen, lassen sich aber in etwa wie folgt staffeln:

  • durchschnittliches Einkommen: ca. 36.400 Euro jährlich
  • Mindesteinkommen: ca. 29.500 Euro jährlich
  • Höchstwert: ca. 44.300 Euro jährlich

Mit steigender Berufserfahrung kannst du dann mit einem jährlichen Gehalt von etwa 40.000 Euro brutto rechnen. Die Stellenangebote geben oft Aufschluss darüber, welches Gehalt das Unternehmen bezahlt.

Quereinstieg und Weiterbildung

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist der Job des/der Disponenten/in ein klassischer Job für Quereinsteiger/innen. Leute mit einem kaufmännischen Hintergrund können sich über Weiterbildungen für den Beruf ebenso qualifizieren wie Akademiker/innen, die ein Studium im Bereich der Betriebswirtschaft vorweisen können. In manchen Bereichen sind allerdings auch schon Interessenten aus anderen Berufen zum/zur Disponenten/in aufgestiegen.

Speditionsunternehmen etwa wissen die Berufserfahrung der LKW-Fahrer/innen oft zu schätzen und bieten ihnen bei Gelegenheit Weiterbildungen zum/r Disponenten/in an. Deren praktische Kenntnisse über genaue Abläufe beim Warentransport bieten nicht selten bessere Voraussetzungen als eine theoretische schulische Qualifikation. Dies sollte auch für Menschen aus anderen Berufen Anreiz sein, einschlägige Stellenangebote zu sichten.